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Kronen Zeitung

vor 19 Minuten
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FINALE SKANDAL-SZENEN

Senegal nach Protest und Elfer-Drama Afrikameister

krone Sport

Senegal kürt sich nach einem 1:0-Sieg nach Verlängerung gegen Gastgeber Marokko zum Afrikameister! Allerdings war dieses Finale von wilden Tumulten überschattet. Ja, sogar der Abbruch drohte. Nach einem umstrittenen Elfmeter gegen Senegal war das Spiel für mehrere Minuten unterbrochen, weil die Truppe von Sadio Mane aus Protest in die Kabine verschwunden war. Danach vergab der Gastgeber allerdings den Penalty, Senegal traf in Minute 94 – und jubelte am Ende doch noch.


Senegals Fußball-Nationalteam hat zum zweiten Mal den Afrika-Cup gewonnen. In einem verrückten Finale in Rabat setzten sich die „Löwen der Teranga“ am Sonntag gegen Gastgeber Marokko nach Verlängerung mit 1:0 durch. Der erste Triumph in dem Kontinentalwettbewerb war dem Team um den Ex-Salzburger Sadio Mané 2022 gelungen. Der Entscheidung durch Pape Gueye ging aber ein Eklat voraus, denn während der Nachspielzeit hatte das senegalesische Team schon das Spielfeld verlassen.

Bild: AP/Mosa'ab Elshamy

Die Schlussphase des Finales vor fast 70.000 Menschen im Stadion hatte es wahrlich in sich. In der sechsten Minute der Nachspielzeit ging Real-Madrid-Akteur Brahim Diaz nach einem regelwidrigen Körpereinsatz von Senegals El Hadji Malick Diouf bei einem Eckball-Gerangel am Fünfer zu Boden. Schiedsrichter Jean-Jacques Ndala sah die Szene nach VAR-Intervention am Bildschirm noch einmal und gab daraufhin Elfmeter. Dann nahm ein fast beispielloses Chaos seinen Lauf: Die sich ungerecht behandelt fühlenden Senegalesen verließen den Rasen und wollten anscheinend einen Abbruch erzwingen.

Wilde Szenen in der Nachspielzeit:

Bild: AP/Youssef Loulidi

Bild: AP/Youssef Loulidi

Bild: AFP/PAUL ELLIS

Bild: AP/Youssef Loulidi

Bild: AFP/FRANCK FIFE

Bild: AFP/SEBASTIEN BOZON

Bild: AP/Mosa'ab Elshamy

Bild: AP/Mosa'ab Elshamy

Bild: EPA/JALAL MORCHIDI

Glückliches Ende dank Gueye-Gewaltschuss
Wilde Diskussionen der beiden Trainer mit den Offiziellen folgten, auch Auseinandersetzungen zwischen wütenden Fans und Sicherheitskräften gab es. Und nicht zuletzt Mané wirkte auf seine Kollegen ein – für eine Fortsetzung der Partie. Die kam nach knapp zehn Minuten Unterbrechung und einer Orgie von Gelben Karten tatsächlich – mit der nächsten Pointe: Diaz schupfte den Elfmeter in Panenka-Manier direkt in die Arme von Senegal-Schlussmann Édouard Mendy. In der 94. Minute besorgte Villarreal-Profi Gueye mittels Gewaltschuss von der Strafraumgrenze die 1:0-Führung, die bis zum Ende der Verlängerung halten sollte, obwohl Marokko noch alles versuchte. Ein Nachspiel nach diesem turbulenten Finale scheint jedoch programmiert.

Die Senegalesen hatten nach fünf Minuten die erste Chance in dem weitgehend ausgeglichenen Spiel gehabt. Marokkos Torhüter Bono parierte einen Kopfball von Gueye am kurzen Eck. In der 38. Minute war Bono erneut zur Stelle und verhinderte mit einer Fußabwehr ein Tor von Iliman Ndiaye. Ayoub El Kaabi vergab in der 58. Minute die bis dahin beste Chance der marokkanischen Elf, als er den Ball per Direktabnahme neben das Tor setzte. Das Spiel wurde nun unruhiger und hitziger. Neil El Aynaoui erlitt eine Kopfverletzung, spielte aber mit dickem Verband weiter. Zu Beginn der Nachspielzeit war Bono zwar erstmals geschlagen, der Treffer des Senegal zählte jedoch wegen Stürmerfouls nicht.


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